Beratung & Therapie

"Vom guten Rat zur professionellen Beratung.
Wie bedeutsam ist die subjektive Selbsteinschätzung ´sich krank fühlen´ vs. ´ein Problem haben´?"

Dietzfelbinger, M. et. al. (2003). Psychologische Beratung. Freiburg: Lambertus, 23

Beratung und Therapie sind beides Beratungsformen für den privaten Lebensbereich.
Sie geben in einer als belastend erlebten Lebenssituation wieder Orientierung, Sicherheit und Handlungsspielraum.

Beide sollen erreichen, dass ein Prozess in Gang gesetzt wird, der die Reserven des Ratsuchenden wiederbelebt. Dies wird ihn in die Lage versetzen, seine aktuellen, evtl. auch zukünftigen Probleme selbst zu lösen.


Für beide Formen kann es die verschiedensten Anlässe geben.
Dabei unterscheiden sie sich tendenziell in:

Beratung

Therapie

eher akzentuiertes und präzises Erfassen
einer Konfliktdynamik

eher Erhebung einer ausführlichen
biographischen Anamnese

eher Verstehen und Sinnstiftung
früherer Erlebnisweisen

eher Wiederbelebung und Neuerleben
früherer Erlebnisweisen

eher weniger Treffen,
8-15, bis zu 25 Sitzungen,
zwei- bis dreiwöchentlich

eher häufige und viele Sitzungen, je nach Therapieform 20-40, selten bis 100,
ein- bis zweiwöchentlich
(in der Analyse 70 bis
max. 200 Sitzungen, 3-4 mal wöchentlich)

Kosten frei verhandelbar, ca. € 30,- bis € 150,- pro Treffen,
nicht kassenzugelassen,
Kosten gehen 100%ig zu Lasten des Ratsuchenden

Kosten zwischen € 80,- und € 150,- pro Sitzung,
bei Verschreibung abrechenbar über die Krankenkasse

eher "bewusster Dialog": das, was Ratgebender und Ratsuchender miteinander erleben, wird bewusst in die Beratung einbezogen, ausgesprochen und zur Problemlösung genutzt

eher "unbewusster Dialog":
Beziehung Therapeut und Klient
wird absichtlich eher nicht besprochen,
dennoch vom Therapeuten gesteuert

eher aktive Kommunikation des Beraters zur Förderung des bewussten Austausches von Wertschätzung, Empathie u. Kongruenz

eher sparsame Kommunikation des Therapeuten und dessen eigenem Einfühlungsvermögen

eher partnerschaftlich-gleichberechtigete
Rolle des Ratgebers

eher mütterliche oder väterliche
Rolle des Therapeuten

eher "Fokusbildung":
das Problem des Ratsuchenden wird mit den individuellen persönlichen Hintergründen verknüpft

eher "Patientenzentrierung":
die individuellen Persönlichkeitsanteile werden
in den Vordergrund gerückt

eher "Kontraktbildung":
die Art und Weise der Suche nach den Hintergründen wird mit dem Ratsuchenden besprochen und gemeinsam festgelegt

eher "Behandlungskonzept":
die Grundausrichtung der Therapieart
bestimmt Vorgehensweise und Ziel der Therapie

Ausprobieren von Lösungen
bis zum nächsten Treffen oder während einer Beratungsstunde

je nach Therapiekonzept - eher "Tiefenwirkung":
Einsicht bewirkt mit der Zeit
automatisch anderes Handeln;
oder - eher "Lernwirkung":
(um-)lernen von alternativen Verhaltensweisen

 

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