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Es mag sein, dass ich meine Ziele nie erreichen werde,
aber ich kann sie schauen und sehen, wohin sie mich leiten.
A. Bronson Alcott
Supervision und Coaching dienen ganz allgemein der Verbesserung beruflicher Arbeit.
Sie schaffen Reflexionsräume und ermöglichen ein vertieftes Verstehen beruflicher Realität, indem sie eine Situation aus verschiedenen Blickwinkeln und Dimensionen analysieren und erörtern.
Gute und gelungene Kommunikation fördert:
Supervision und Coaching tragen dazu bei, dass Einzelne, Arbeitsteams oder Organisationen und Betriebe ihre Aufgaben besser und mit größerer Zufriedenheit und Effizienz erfüllen können.
Die dadurch zu erzielende Kompetenzerweiterung liegt vor allem in den Bereichen
Der Erfolg von Teams wird von zwei Hauptfaktoren bestimmt:
Unterschiede zwischen Supervison und Coaching:
sind nicht nur unter Supervisoren und Coaches,
sondern auch in der wissenschaftlichen Literatur umstritten,
dennoch lassen sich tendenzielle Unterschiede erkennen:
Supervision |
Coaching |
|---|---|
eher reflexiv |
eher pro-aktiv |
eher "Hilfe zur Selbsthilfe" |
eher "Mit-Hilfe" |
eher regelmässig |
eher kurzfristig auf Abruf |
eher umfassend |
eher selektiv |
zielt eher auf generelle Haltung |
zielt eher auf konkrete Tätigkeiten |
eher prozessorientiert |
eher leistungsorientiert |
vermittelt weniger Wissen |
stützt sich eher auf Wissensvermittlung |
fördert eher das Verstehen |
trainiert eher bestimmte Fertigkeiten |
orientiert sich eher an der Person |
orientiert sich eher an der Organisation |
entwickelt Konzepte eher aus der Therapie |
entwickelt Konzepte eher aus dem Sport |
wissenschaftliche Fundierung umfassend |
wenig elaborierte Konzepte |
dauert eher 8-15 Sitzungen |
veranschlagt eher 3-5 Sitzungen |
verbreiteter im nonprofit-Bereich |
verbreiteter im profit-Bereich |
In der fachlichen Diskussion entwickeln sich die Konkurrenzaspekte mehr als der Sache dienlich ist. Sicher eine Folge der sich verschärfenden Marktlage.
Das geht so weit, dass Coaching als "berufsbezogen-arbeitsstabilisierend"
und Supervision als "personenbezogen-individualstabiliesierend" qualifiziert wird.
Supervision verdächtigt Coaching, die Selbstausbeutung der Coachees zu befördern,
und umgekehrt wird Supervision von Coaching unterstellt, ausschließlich emazipatorisch zu arbeiten.
Dabei wird klar, dass der Kampf um Marktanteile nicht weiter führt. Beide Beratungsformate nehmen einen je eigenen und wichtigen Blickwinkel ein. Sie sollten einander ergänzen.
© 2012