Krisenintervention

Überall hat man den Himmel über sich.
Petronius Gaius Arbiter

"Krise" kommt aus dem griechischen Wort "krisis",
das so viel wie "Entscheidung", "Wendepunkt", "Durchgang" meint.
So gesehen ist eine Krise nichts Schlechtes - im Gegenteil.

Freilich wird das von den Betroffenen fast immer anders erlebt:
als psychisch belastende Reaktion auf eine bedrohlich erscheinende Situation,
der man nicht ohne weiteres entfliehen kann.

Inzwischen gibt es Festlegungen auf Schwere- und Ausprägungsgrad der Belastung
(DSM-IV 309.81 und ICD-10 F43.1),
man spricht von
  "PTSD" = "PostTraumaticStressDisorder"
oder PostTraumatischesStressSyndrom.

Ziele

Krisenintervention dient der Wiederbefähigung, den Alltag bewusst und kontrolliert zu gestalten.
Die Aufmerksamkeit gilt dabei insbes. der Wahrnehmung und Kontrolle von Aktivitäten des täglichen Lebens.
Perspektiven von "Peers" ("Gleichen", "Kollegen") ermöglichen Neubewertung eigener Einschätzungen.


Methoden

Gearbeitet wird in Settings von

  • Einzelgesprächen
  • Kleingruppen (2-6 Personen)
  • Großgruppen (bis 40 Personen)

Dabei ist eine wichtige Voraussetzung, dass der Kontakt zum belastenden Ereignis
(z.B. zum Gewalttäter, zur traumatisierenden Situation) nicht mehr besteht
Nach Mitchell/Everly wird in drei Gesprächsvarianten gearbeitet:

  • Defusing ("Entschärfung"),
  • Demobilisation ("Entlassung", "Entwarnung"),
  • Debriefing ("Nachbesprechung", nachträgliche Aufklärung").

Während dieser Treffen werden die TeilnehmerInnen in verschiedenen Phasen durch Rückblick, Gefühlsbeteiligung und praktischem Ausblick geführt.
Die Gespräche sollten -wenn irgend möglich- in Zeitspannen binnen 24 bis 72 Stunden nach dem belastenden Ereignis geführt werden und dauern -je nach Gruppengrösse- zwischen 45 min und 4 h.
In Ausnahmefällen können im Einzelkontakt auch Methoden aus dem NLP ("Neurolinguistisches Programmieren") und dem EMDR ("EyeMovementDesensitizationReprocessing") zum Einsatz kommen oder vermittelt werden.


Werte

Entscheidend ist, die Reaktion eines jeden belasteten Menschen als absolut normal einzustufen.
Außergewöhnliche Ereignisse erfordern außergewöhnliche Reaktionen!
Achtsame Haltung und einfühlsame Gesprächsführung ermöglichen den Betroffenen eine offene Teilnahme,
die behutsame Konfrontation ermöglicht, ohne erneut traumatisiert zu werden.

 

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zertifiziert bei der
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Evangelische Konferenz für Familien- & Lebensberatung www.EKFuL.de [Mehr]
Zusammenarbeit mit der Stiftung Mayday,
www.stiftung-mayday.de
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